Mitte Mai bestreitet der österreichische DTM-Rekordsieger Lucas Auer gemeinsam mit Max Verstappen das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Im Visier des Teams ist der Sieg im Mercedes-AMG GT3, einem Rennboliden, der dem Tiroler bestens vertraut ist. Wie er sich auf diese Herausforderung vorbereitet und was ihn mit dem vierfachen Formel-1-Weltmeister verbindet, hat uns Lucas Auer vorab erzählt. Österreichische Fans sehen ihn heuer schon früher in der Heimat in Action: wenn er von 24. bis 26. April am Red Bull Ring in der DTM um Siege kämpft.
Du bist 2014 gegen Max in der F3 Europameisterschaft gefahren. Was ist dir aus der damaligen Saison in Verbindung mit ihm (besonders) in Erinnerung geblieben?
Luggi: Diese Formel 3 Europameisterschaft war ein unglaublicher Jahrgang. Max war da, Esteban Ocon, Tom Blomqvist, Felix Rosenqvist, Antonio Giovinazzi. Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Top 8 von damals alle in den unterschiedlichsten Klassen professionelle Rennfahrer geworden. Was mir von Max in Erinnerung geblieben ist? Dass er auf Anhieb in die Formel 3 eingestiegen ist, ab dem ersten Rennen unglaublich schnell war – und wir ein paar großartige Zweikämpfe hatten. So etwa in Pau in Frankreich oder auch in Spa. Alles in allem war es ein total cooles Jahr mit unglaublicher Konkurrenz.
Was überwiegt – die Freude, mit einem der besten Piloten aller Zeiten gemeinsam ein Rennen zu bestreiten, oder verspürst du auch einen gewissen Druck?
Luggi: Ganz klar die Vorfreude. Es ist unglaublich, Max in einem Team zu haben. Man muss aber auch sagen, dass wir mit Jules Gounon und Dani Juncadella ein sehr starkes Fahrer Line-Up haben. Jetzt ist es wichtig, dass wir uns so gut wie möglich vorbereiten. Denn die Nordschleife schreibt ihre eigenen Geschichten. Das ist mit Sicherheit das schwierigste 24-Stunden Rennen der Welt. Die Strecke ist wirklich Hardcore. Wie gesagt, Vorbereitung ist sehr wichtig – und wir sind auch schon voll drinnen. Dann können wir das Maximum aus unserem Paket herausholen.
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Im Hinblick auf den DTM-Saisonstart im April am Red Bull Ring: Was sind, abgesehen von der Dauer und dem Teilen eines Autos, die größten Unterschiede zwischen diesen beiden Formaten?
Luggi: Zum einen haben wir in der DTM ein anderes Reglement plus einen anderen Reifenhersteller. Und das verändert natürlich einiges. Die DTM ist ein reines Sprint-Format, Qualifyings, Performance-Boxenstopps, und, und, und – also es gibt schon einige Unterschiede zu einem 24-Stunden-Rennen.
Worin unterscheidet sich dein DTM-Rennwagen vom Mercedes-AMG GT3, der beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring zum Einsatz kommt?
Luggi: Die Basis ist bei beiden Formaten gleich. Gravierende Unterschiede gibt’s beim Reglement und beim Reifenhersteller und auch im Hinblick auf die BoP (Balance of Performance, Anm.).
Wie bereitet man sich auf ein DTM-Wochenende und wie auf ein 24-Stunden-Rennen vor?
Luggi: Beim 24-Stunden-Rennen hast du natürlich Vorbereitungsrennen mit mehreren NLS-Läufen. Die Vorbereitung dauert dementsprechend länger. Bei der DTM hast du nicht so viele Test-Möglichkeiten. Da wie dort versuchst du mit deinem Team, das Maximum herauszuholen.
Welche Tipps kannst du als GT3-Profi einem F1-Weltmeister geben und in welchem Bereich wird die Erfahrung von Max bei eurem gemeinsamen Rennen besonders wertvoll sein?
Luggi: Bei einem Langstrecken-Rennen müssen sich alle Fahrer optimal aufeinander abstimmen. Jeder kann von den anderen etwas lernen. Man muss gemeinsam Schritt für Schritt auf das große Ziel hinarbeiten. Ein 24-Stunden-Rennen benötigt immer eine unglaubliche Teamleistung. Da muss einfach jeder abliefern. Top-Austausch und eine gute Teamstimmung sind enorm wichtig.
Vom Spielberg aus wünschen wir viel Erfolg und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit den beiden am Red Bull Ring!