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Heiße Runde: Wenn die ADAC GT Masters am Red Bull Ring gastiert, ist Action garantiert.

Race Action ADAC

Wie aber fühlt es sich für die Fahrer an, mit rund 600 PS die 4,318 Kilometer im Renntempo zurückzulegen? Wir drehen eine richtig schnelle Runde am Red Bull Ring in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo von Grasser Racing.

1. Start-Ziel-Gerade

Im sechsten Gang fliegt der Lamborghini die Start-Ziel-Gerade runter. Der Sound des Zehnzylindermotors im Heck wird von den Tribünen reflektiert. Köstlich!

Speed: 238,94 km/h

2. Niki Lauda Kurve

Sehr schwierig, den exakten Bremspunkt zu treffen. Man schaltet bis in den dritten Gang runter. Entscheidend ist, maximalen Schwung für die Bergauf-Gerade mitzunehmen. Doch Vorsicht: Wer die gelben Bananen-Curbs überfährt, dessen Zeit wird gestrichen!

Speed: 109,2 km/h

3. Bergauf-Gerade

Den Hügel hoch spürt man jedes Kilo. Das macht sich vor allem zu Rennstart mit vollen Tanks bemerkbar – trotz rund 600 PS.

Speed: 235,2 km/h

4. AMS AG Kurve

Sie zu den schwierigsten, weil sie die langsamste ist. Klingt grotesk, ist aber so. Viele Fahrer neigen dazu, zu schnell reinzufahren und bekommen im Ausgang ein Problem.

Speed: 65,02 km/h

5. Schönberggerade

Auf der leicht bergab führenden Gerade erreicht der Lamborghini neben Start-Ziel die höchste Geschwindigkeit. Am Ende sind Ausbremsmanöver möglich, aber Vorsicht!

Speed: 238,43 km/h

6. Rauch-Kurve

Den Bremspunkt zu treffen ist äußerst schwierig, da sie bergab führt, der Radius ein wenig versteckt ist und außerdem die Fahrbahn Unebenheiten aufweist. Die GT-Autos nehmen sie im 3.Gang.

Speed: 89,92 km/h

7. Erste Linkskurve

Es geht bergab. Nun beginnt jener Teil, in dem das Herz des Fahrers gefragt ist: Vor der ersten der beiden Linkskurven, geht es vom 5. in den 4. Gang zurück.

Speed: von 204,37 km/h auf 128,36

8. Zweite Linkskurve

Für die zweite Linkskurve holt man über die Gitter im Rasen aus, um den Radius möglichst groß zu halten. Hier braucht man ein perfekt ausbalanciertes Auto mit viel Abtrieb, um wirklich mit ihm tanzen zu können.

Speed: von 182,22 km/h auf 147,33

9. Jochen-Rindt-Kurve

Zum Namen passend die schnellste am Ring. Vom 5. in den 4. Gang zurück, dann Popobacken zusammenkneifen und nur ja das Heck nicht verlieren. Wer hier einen Fehler macht, bekommt im Kurvenausgang Probleme.

Speed: 155,57 km/h

10. Zielkurve

Sie hat im Scheitelpunkt eine Kompression. An den Onboard-Aufnahmen sieht man sehr schön, wie die Fahrer versuchen, noch davor Richtung zu machen, um möglichst viel Schwung auf die Zielgerade mitzunehmen.

Speed: 134,95 km/h

Rundenzeit: 1:29,19

Perfekt, die Runde hat gepasst! Wie eng die Rundenzeiten am Red Bull Ring beisammen liegen, zeigt ein Blick auf das Vorjahres-Qualifying: Die ersten 6 Autos trennten gerade einmal 61/1000 Sekunden! Viel spannender geht es nicht.