Facts
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Team
Red Bull Racing -
Motor
Renault V8 Saugmotor -
Hubraum
2,4 Liter -
Leistung
750 – 800 PS -
Chassis
Monocoque-Struktur aus Verbundwerkstoff -
Gewicht
620 kg inkl. Fahrer -
Konstrukteur
Adrian Newey -
Piloten
Sebastian Vettel, Mark Webber -
Im Einsatz
2010 -
Starts und Siege
19 Rennen, 9 Siege -
Besonderheit
Erster Konstrukteurs-Titel für Red Bull Racing, erster WM-Titel für Sebastian Vettel. Beim Saisonfinale in Abu Dhabi waren noch beide RB6-Piloten im Rennen um den WM-Titel. -
Fahrer bei der Red Bull Legends Parade
David Coulthard
Das Auto
Tankstopps sind forthin verboten, Rennwagen werden größer, um rund 160 Kilo Sprit an Board haben zu können. Clever programmieren Red Bull und Renault Motor-Mappings, um auch bei Vollgas spriteffizient fahren zu können. Der implementierte Doppel-Diffusor erhöht den Abtrieb an Heck. Der Frontflügel ist flexibel, senkt sich bei hoher Geschwindigkeit ab, um den Luftwiderstand zu reduzieren und gleichzeitig optimalen Abtrieb zu generieren. Der RB6 legt mit seiner aerodynamischen Integration den Grundstein für die Anströmung des Diffusors mit Motorabgasen – etwas, das in den Jahren danach in entwickelter Form zum großen Trend wird.
Die Piloten
Sebastian Vettel und Mark Webber. Zwei Piloten, eine explosive Mischung: Nach einem Schnupper-Jahr 2009 wurde aus dem Stallduell im Jahr 2010 und mit dem Titel-tauglichen RB6 ein Stallkrieg – mit zahlreichen Zwischenfällen von Istanbul bis Silverstone und einer weiteren Beziehungs-Verschlechterung in der darauffolgenden Saison. Heute sind beide im F1-Ruhestand und können längst wieder spannende Gespräche miteinander führen.
Gut zu wissen
Um den Status des RB6 zu manifestieren, reichen die Aussagen der beiden Hauptverantwortlichen für den Erfolg Jahre danach: Vettel bezeichnet diesen Wagen als den besten, den er in seiner Karriere gefahren ist und Adrian Newey vermutet, dass es in der Geschichte dieses Sports kein Auto gegeben hat, dass so viel Downforce produzieren konnte.
Die Geschichte
Zwischen dem ersten Sieg des Teams in China 2009 und dem Showdown in Abu Dhabi 2010 liegen nur eineinhalb Jahre – Red Bull Racing erobert im Höchsttempo die Formel 1: als Privatteam gegen Werksteams und von Autokonzernen unterstützten Rennställen. In der zweiten Saisonhälfte 2009 hatte man das dominierende Auto. Superhirn Adrian Newey setzt mit dem RB6 den finalen Schritt zum Titel.
Der Typ zum Auto
Adrian Newey. Der erfolgreichste Rennwagen-Designer der Geschichte feierte mit dem RB6 sein fulminantes Comeback als Schöpfer eines Weltmeister-Autos – als manch Rennstall meinte, die Ära großer Konstrukteure sei vorbei und Super-Computer würden die Autos künftig besser designen. Was für ein Irrtum. Newey hatte schon beim Underdog-Team March für Aufsehen gesorgt, ehe er bei Williams und bei McLaren preisgekrönte Rennwagen schuf. Der 1958 in Shakespeares Heimatstadt Stratford-upon-Avon geborene Adrian fand seine Passion für Rennautos im Modellbau. Etwa mit dem Lotus 49: „Das 1:12-Modell habe ich im Jahr 1968 gebaut, als ich zehn Jahre alt war. Bei diesen Bausätzen stimmten alle Details. Daher wusste ich, wie ein Radträger oder der untere Querlenker aussehen. Das ging bis zur Aufhängung.“
Der Fahrer bei der Red Bull Legends Parade: David Coulthard
Mit einem Sieg und vier zweiten Plätzen war der Schotte einer der erfolgreichsten Piloten in der Ära des A1-Rings. Auch wenn er am Red Bull Ring nie ein Rennen bestritten hat, ist er doch ab dem Tag der Eröffnung ein stets gern gesehener Gast – etwa bei „Go with your Pro“, bei zahlreichen Veranstaltungen und bei Auftritten für Wings for Life oder bei den Legenden-Paraden. Heuer fährt der langjährige Red Bull Racing Pilot im RB6. Ein Fahrzeug, das er bestens kennt: Neben Daniel Ricciardo und Brendon Hartley war er einer der Test- und Entwicklungsfahrer.