Facts
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Einsatz
Offizielles DTM-Safety-Car -
Saison
2002 -
Motor
3,2 Liter-V6-Kompressormotor -
Hubraum
3.199 cm3 -
Leistung
260 kW / 354 PS -
Höchstgeschwindigkeit
250 km/h -
Getriebe
5-Gang-Automatik -
Antrieb
Hinterradantrieb
Kompakter Roadster, 354 PS und ein Kompressor-V6: Der SLK 32 AMG war das leistungsstärkste AMG-Modell der ersten SLK-Generation und die sportliche Spitze der Baureihe R 170.
2002 bekam der kleine Hochleistungs-Roadster einen Platz mitten im Motorsport: Mercedes-Benz setzte ihn als offizielles Safety Car der DTM ein. Ein ungewöhnlicher Auftritt für einen SLK – und heute ein seltenes Stück AMG- und DTM-Geschichte.
Das Fahrzeug
Beim SLK 32 AMG ging AMG deutlich weiter, als nur einen Kompressor auf den bekannten 3,2-Liter-V6 zu setzen. Zahlreiche Motorkomponenten wurden überarbeitet, darunter Kurbelwelle, Pleuel, Kolben, Nockenwelle und Ventiltrieb. Eine Luft-Wasser-Ladeluftkühlung sorgte dafür, die zusätzliche Leistung auch unter hoher Belastung verfügbar zu halten.
Auch Fahrwerk, Bremsen und Aerodynamik wurden dem Leistungsniveau angepasst. Die Hinterachsspur wurde verbreitert, Federn und Dämpfer neu abgestimmt und größere, innenbelüftete Scheibenbremsen montiert. Selbst die kleine Abrisskante am Heck hatte eine klare Funktion: Sie reduzierte laut Mercedes-Benz den Auftrieb an der Hinterachse um mehr als die Hälfte.
Der Fahrzeugkontext
Für den Einsatz in der DTM 2002 wurde der SLK 32 AMG mit der erforderlichen Signal- und Kommunikationstechnik als Safety Car ausgestattet. Welche weiteren Änderungen das konkrete Ausstellungsfahrzeug erhielt, sollte anhand seiner individuellen Fahrzeugdokumentation geprüft werden.
Damit traf die Rolle auf eine passende Basis: Schon das Serienmodell war mit leistungsfähigen Bremsen, verändertem Fahrwerk und umfassend überarbeitetem Antrieb deutlich auf Dynamik ausgelegt.
Fun-Fact
Noch bevor der SLK 32 AMG auf den Markt kam, bekam ihn einer der prominentesten Mercedes-Rennfahrer in die Hände: Bernd Schneider. Im November 2000 präsentierte Mercedes-Benz das neue AMG-Modell gemeinsam mit dem gerade frischgebackenen DTM-Meister, der den Roadster für erste Fahraufnahmen testen durfte.
Zwei Jahre später gehörte der SLK 32 AMG als Safety Car zum Bild der DTM – jener Rennserie, die Schneiders Karriere wie kaum eine andere prägte.
Die Geschichte hinter dem Fahrzeug
Als Mercedes-Benz 1996 den SLK vorstellte, war vor allem das elektrohydraulisch versenkbare Variodach die technische Attraktion. Aus dem offenen Roadster wurde innerhalb weniger Sekunden ein geschlossenes Coupé. Mit der Modellpflege im Jahr 2000 wurde die Baureihe weiterentwickelt – und der SLK 32 AMG zur sportlichen Spitze der ersten SLK-Generation.
Der SLK 32 AMG blieb innerhalb der erfolgreichen ersten SLK-Generation eine Rarität. Von insgesamt 311.222 gebauten Fahrzeugen der Baureihe R 170 entfielen 4.333 auf das AMG-Spitzenmodell.
Der Einsatz als DTM-Safety-Car gab dieser ohnehin seltenen Variante zusätzlich einen Motorsport-Bezug. Ein SLK 32 AMG Safety Car wurde später im Rahmen einer Ausstellung historischer Mercedes-Benz Safety Cars im Mercedes-Benz Museum gezeigt. Beim Red Bull Ring Classics kehrt damit ein Fahrzeug auf die Rennstrecke zurück, das einst selbst zum DTM-Betrieb gehörte.
Mythos
- Der SLK 32 AMG verband die kompakten Abmessungen eines Roadsters mit der Leistung eines ausgewachsenen AMG-Modells. Gerade diese Kombination macht ihn bis heute zu einer außergewöhnlichen Erscheinung im Mercedes-Programm.
- Als DTM-Safety-Car war der SLK kein Rennwagen im eigentlichen Sinn. Seine Aufgabe bestand darin, das Feld bei schwierigen Bedingungen oder nach Zwischenfällen sicher zu führen. Trotzdem brachte er die Technik und Präsenz eines Hochleistungs-AMG auf die Rennstrecke.
- Die Verbindung aus seltenem Serienmodell, AMG-Technik und DTM-Einsatz macht den SLK 32 AMG Safety Car zu einem ganz besonderen Fahrzeug der frühen 2000er-Jahre.