Facts
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Team
Fila Sport (Brabham) -
Motor
BMW 4-Zylinder-Reihenmotor, Turbo, 16 Ventile -
Hubraum
1.499 ccm (1,5 Liter) -
Leistung
je nach Ladedruck: 680-790 PS im Qualifying, 630-700 PS im Rennen. Drei Jahre später konnte dieser Motor bereits 1.400 PS leisten. -
Chassis
Monocoque aus CfK mit Hilfsrahmen an der Hinterachse -
Gewicht
540 kg -
Konstrukteur
Gordon Murray -
Piloten
Riccardo Patrese, Nelson Piquet -
Im Einsatz
1983, ab dem GP von Großbritannien -
Starts und Siege
14 Rennen, 3 Siege -
Besonderheit
Mit Platz 3 in Kyalami/Südafrika kürte sich Piquet zum ersten Turbo-Weltmeister der Geschichte. -
Fahrer bei der Red Bull Legends Parade
Mark Webber
Das Auto
Der BT52B ist optisch dezent anders als sein Original, auch in der Farbgebung. Seine Erfolgsquote war aber höher, auch weil der BMW-Motor in dieser Zeit endgültig zum stärksten Triebwerk seiner Zeit wurde. Das Übergewicht in Relation zur Konkurrenz wurde zumindest in dieser Phase mehr als Wett gemacht. Zudem waren das Tanksystem und der Treibstoff das Beste, was in es in diesen Monaten in der Königsklasse gab.
Gut zu wissen
Vom BT52B gibt es weltweit nur zwei Exemplare. Mit einem davon bestritt nach Ende der Saison ein gewisser Ayrton Senna einen Test. Die erste Turbo-Ära hatte mit Renault 1977 begonnen, sie endete mit dem letzten Rennen der Saison 1986.
Die Geschichte
Nachdem Brabham mit dem neuen BT52 zwar das erste Rennen der Saison gewonnen hatte, beklagte man im Team die im WM-Kampf fatale Unzuverlässigkeit des Autos: Nelson Piquet schied in den ersten acht Rennen drei Mal aus, Riccardo Patrese verzeichnete sogar sieben Null-Nummern. Daher entschloss sich Konstrukteur Gordon Murray, ein überarbeitetes Auto namens BT52B für beide Piloten ab dem Heim-GP in England an den Start zu bringen. Obwohl man nach heutiger Definition wohl eher nur von einem Update sprechen würde, wurde der BT52B zur eigenen Typenbezeichnung und zu einer Legende. Denn mit drei Siegen in den letzten vier Rennen sicherte sich Piquet doch noch den ersten WM-Titel eines Fahrers mit einem Turbo-betriebenen Rennwagen.
Der Typ zum Auto
Paul Rosche. Der BMW-Motorenchef erschuf den ersten Turbomotor der Formel 1, der es zu Weltmeisterehren brachte. Dabei war die Zusammenarbeit ein Jahr davor nach einem heftigen Streit zwischen Brabham und BMW schon an der Kippe gestanden – doch dann gewann Piquet in Montreal – nur eine Woche nachdem er in Detroit noch von der letzten Startreihe aus gestartet war. Das rettete das Projekt. Rosche festigte in der Folge seinen Ruf als bayerischer Motorenpapst.
Der Fahrer bei der Red Bull Legends Parade: Mark Webber
Der Manager von Oscar Piastri feierte seine größten Erfolge als Fahrer in der Formel 1 mit Red Bull Racing. Jetzt fährt er bei der Red Bull Legends Parade sentimentalerweise ein Auto des Teams, das einst sein berühmter Landsmann Jack Brabham gegründet hatte.