RED BULL LEGENDS PARADE 2026: BRABHAM BT52 (1983)

Brabham BT52B (1983) von Nelson Piquet auf der Rennstrecke in Action

Facts

  • Team

    Fila Sport (Brabham)
  • Motor

    BMW 4-Zylinder-Reihenmotor, Turbo, 16 Ventile
  • Hubraum

    1.499 ccm (1,5 Liter)
  • Leistung

    je nach Ladedruck: 680-790 PS im Qualifying, 630-700 PS im Rennen. Drei Jahre später konnte dieser Motor bereits 1.400 PS leisten.
  • Chassis

    Monocoque aus CfK mit Hilfsrahmen an der Hinterachse
  • Gewicht

    540 kg
  • Konstrukteur

    Gordon Murray
  • Piloten

    Riccardo Patrese, Nelson Piquet
  • Im Einsatz

    1983
  • Starts und Siege

    16 Rennen, 1 Sieg
  • Besonderheit

    Sieg im ersten Rennen und am Ende das Auto, das den ersten Turbo-Weltmeister der Geschichte stellte.
  • Fahrer bei der Red Bull Legends Parade

    Christian Danner

Das Auto

Der BT52 hatte gegenüber dem Vorgängermodell ein sehr stark verändertes Gesicht. Er erinnerte an einen Pfeil mit einem deltaförmigen Frontflügel. Die Kühler, die Verkleidung des Turboladers und der Auspuff wurden zurückversetzt am Heck untergebracht. Nelson Piquet konnte damit bereits den ersten Grand Prix – sein Heimrennen in Brasilien – gewinnen.

Die Piloten

Nelson Piquet und Riccardo Patrese. Ein eingespieltes Duo, das sich gut verstand. Für viele ist der schnelle, aber stets loyale, Patrese bis heute einer der besten Nummer-Zwei-Piloten der Geschichte. Piquet gewann in diesem Jahr seinen zweiten von drei WM-Titeln. Davor hatte er 1981 und danach 1987 den Titel erobert. Er ist der einzige Brabham-Weltmeister in der Ära von Langzeit-Eigentümer Bernie Ecclestone.

Gut zu wissen

Der Australier Jack Brabham hatte das Team nach zwei WM-Titeln als Fahrer von Cooper gegründet, bei seinem dritten WM-Erfolg 1966 wurde er zum ersten und wohl für alle Zeiten einzigen Fahrer, der mit einem selbst konstruierten Rennwagen Weltmeister wurde. Aus Anlass seines hundertsten Geburtstags im April finden heuer das ganze Jahr über weltweit Festivitäten zu Ehren des 2014 verstorbenen Sirs statt – und des von ihm aufgebauten Teams.

Die Geschichte

Ein Rennwagen, von dem es in einer Saison zwei verschiedene Versionen gab – in den ersten acht Rennen bis Montreal den BT52, ab dem Heimrennen in Silverstone den BT52B. Beide Autos sind bei der Red Bull Legends Parade am Start. Designt wurden die Boliden vom damals angesagtesten Konstrukteur, dem Südafrikaner Gordon Murray, und als Nachfolger des BT50, mit dem Nelson Piquet 1982 nur ein Rennen in Montreal gewinnen konnte. Das Budget war erhöht worden, da Bernie Ecclestone den Teamnamen an eine italienische Modemarke verkauft hatte. Deshalb trat der Rennstall formal nicht als Team Brabham an, sondern als Fila Sport.

Der Typ zum Auto

Bernie Ecclestone. Der Mann, der aus der Formel 1 eine Weltsportart machte – und ein Milliarden-Unternehmen. Geboren 1930 in London als Sohn eines Fischkutterkapitäns wurde er zum Boss eines Piranha-Beckens, wie man die Formel 1 in den Achtziger-Jahren nannte. Schon in der Grundschule bewies er Geschäftssinn: Der Legende nach stand er früher auf als seine Mitschüler, kaufte die meisten Brötchen in der Gegend auf, um sie mit einem satten Aufschlag im Klassenzimmer weiterzuverkaufen. Er versuchte sich als Rennfahrer, kam aber nie zu großen Ehren. Vor allem als Berater seines Freundes Jochen Rindt wurde er in der Szene immer mächtiger, um bald der Boss der Formel 1 zu sein und diese weltweit zu vermarkten. Zudem war er von 1972 bis 1987 Eigentümer und Teamchef von Brabham. Heute lebt er in Brasilien und ist oft auch in Österreich zu Gast.

 

Der Fahrer bei der Red Bull Legends Parade: Christian Danner

Der Münchner fuhr einst Tests für Brabham-BMW, dazu 36 Grands Prix für Zakspeed, Osella, Arrows und Rial.