Facts
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Team
Parmalat Racing Team -
Motor
Alfa Romeo Flat 12 -
Hubraum
2.993 ccm, 180° V12 -
Leistung
510 PS -
Chassis
Aluminium-Monocoque -
Gewicht
629 kg -
Konstrukteur
Gordon Murray -
Piloten
Niki Lauda, John Watson -
Im Einsatz
GP Schweden 1978 -
Starts und Siege
1 Rennen, 1 Sieg -
Besonderheit
Nur ein Renneinsatz für den Staubsauger-Brabham – wie ihn deutschsprachige Fans nennen – mit überlegenem Sieg durch Niki Lauda beim GP in Schweden 1978. Die spezielle Vorrichtung am Heck verkaufte Designer Gordon Murray als System für die Kühlung, tatsächlich erzeugte sie viel Abtrieb. Nach Protesten wurde der Wagen von Teamchef Bernie Ecclestone zurückgezogen. -
Fahrer bei der Red Bull Legends Parade
Jean Alesi
Das Auto
Der neue Wagen von Konstrukteur Gordon Murray hatte am Heck einen überdimensionierten Ventilator, der formal als Hilfsmittel zur Ölkühlung deklariert wurde. So wollte Brabham den Regeln gerecht werden, die bewegliche aerodynamische Hilfsmittel strikt untersagten. Tatsächlich diente das Gerät dazu, Luft nach hinten abzusaugen und unter dem durch Seitenschürzen abgedichteten Fahrzeugboden einen Unterdruck herzustellen. Man wollte damit einen ähnlichen Abtrieb erreichen wie Lotus. Die Konkurrenz, allen voran Dominator Mario Andretti, schrie sofort auf. Zudem wirbelte der Ventilator Steine auf, die hinterherfahrende Piloten mit hoher Geschwindigkeit am Helm trafen – Lotus argumentierte also auch mit einem Sicherheitsrisiko. Ein klares Verbot wurde dennoch nicht ausgesprochen. Doch Bernie Ecclestone, der als De-Facto-Chef der Serie keinen Wirbel wollte, zog den Wagen nach dem Sieg in Schweden zurück. Der „Staubsauger“ wurde trotzdem Kult.
Die Piloten
Niki Lauda und John Watson. Die beiden waren nach Laudas Comeback auch bei McLaren Teamkollegen, in Summe also vier Jahre lang.
Gut zu wissen
Gordon Murray hatte die Idee zum Staubsauger von amerikanischen Chaparral-Rennwagen übernommen, der auf ähnliche Weise mit einem Gebläse zur Erhöhung des Anpressdrucks gebaut worden war. Mit dem BT46B schuf er bei Brabham eine Legende, um danach zwei Weltmeisterautos für Nelson Piquet zu bauen. Heute, als Achtzigjähriger, entwickelt er eigene exklusive und limitierte Supersportwagen. Einer davon heißt sogar „Lauda“ – nach seinem Freund aus gemeinsamen Brabham-Tagen.
Der Fahrer bei der Red Bull Legends Parade: Jean Alesi
Obwohl der Franzose mit dem überragenden Talent nur einen einzigen Grand Prix gewonnen konnte, in Montreal 1995, zählt er zu den charismatischsten Fahrern der Neunziger-Jahre. Legendär sind seine gemeinsamen Erlebnisse und Streiche mit seinem Freund und Teamkollegen Gerhard Berger, mit denen sie ihre Chefs bei Ferrari und Benetton zur Weißglut trieben – unter ihnen Autoritäten wie Jean Todt und Flavio Briatore.